Denimland Schweden

Schweden hat eine sehr lange und stark verwurzelte Jeans Geschichte. Insbesondere, hat es das auch der lokalen Rockkultur zu verdanken. „Schwedische Denimmarken sind im Moment ein Hit, weil man es mit Denim in der letzten Zeit uebertrieben hat“ sagt Peter Lindh (Schwedischer Produktemanager bei Lee). Für die Skandinavier ist ein cleanes, minimalistisches Design Teil des kulturellen Ausdrucks.

Schwedischer Denim ist gerne ungewaschen und dunkel. Die Schnitte schmal und gerade.

nudie jeans

Gemeinsam haben die Schwedischen Denimfirmen auch, dass sie wenig Geld für traditionelle Werbung ausgeben. Stattdessen wurde für sie das Internet zur wichtigsten Plattform. Auch mit einem kleinen Budget ist es hier moeglich einen grossen Kundenkreis zu erreichen. Das Verwenden von witzigen, benutzerfreundlichen Websites erlaubt es den potenziellen Kunden die Seiten selbst zu erforschen und sich ueber das Produkt zu informieren. Auch die Boulevardpresse traegt ihren Teil zum billigen Marketing bei. Am Beispiel von Cheap Monday, welche über Nacht bekannt wurden, als in der US-Presse ein Artikel über «The Devil’s Dungarees» erschien. In diesem wurde die Marke als anti-religioes dargestellt und deren Gruender als «Teufelsanbeter» verschrien. Das Markenlogo ist ein grinsender Totenkopf- seither laufen die Draehte heiss.

nudie jeans

Einer der Vorreiter dieser schwedischen Bewegung war Nudie Jeans. Die Marke wurde im 2000 von der Designerin Maria Erixon gegruendet. Ein paar Jahre spaeter kam Denimbirds, die Frauenlinie, dazu. Heute macht das Unternehmen einen Umsatz von 20 Millionen Euro, was sie zur erfolgreichsten, schwedischen Modemarke aller Zeiten macht.

Die Klassiker unter den Nudie Modellen sind der Regular Ralf, Straight Sven, Bootcut Ola, Slim Jim und der Superslim Kim. Bei den Damen sind es unter anderen die BStraight, BTight und die Baggy Narrow.

Für mehr Infos über Nudie Jeans check unser Nudie Special.

Der junge «Shooting Star» auf dem skandinavischen Denim Markt heisst Julian Red. Die Marke ist im 2002 entstanden. Der Firmensitz liegt auf dem Land, etwa zwei Stunden von Goeteborg entfernt. Fuer sie ist das Internet der wichtigste Zugang zum Kunden und Einzelhaendler. Der Name setzt sich aus «Julian» (Punk Charaktere aus B.E. Ellis’s «Below Zero») und «Red» (was für Leben, Passion und Politik steht) zusammen. Ihre wichtigen Modelle sind die California, Hoboken, Detroit und CaliX. Oft werden die Modelle Unisex verkauft. Mit der CaliX kommt auch wieder etwas farbiger Denim in Umlauf.

acne jeans


Cheap Monday ist mittlerweile nicht nur beruehmt-beruechtigt, sie rechnen im Jahr 2006 mit einem Verkauf von 500 000- 600 000 Jeans. Ein Teil des Erfolgsgeheimnisses ist sicher auch der kundenfreundliche Preis. Dennoch, nicht schlecht, für eine Firma, die erst im 2004 gegruendet worden ist.

acne jeans

Hinter dem schoenheitsfeindlichen Markennamen Acne Jeans steckt der Leitsatz »Ambition to Create Novel Expressions» («Ehrgeiz, neue Ausdrucksformen zu erschaffen»). «Acne» steht in Stockholm für mehr als nur Mode, naemlich auch für Werbefilme, Videospiele, Stofftiere und ein Magazin, das gleich in zwei Sprachen herausgegeben wird.

Zur tragbaren Kreativitaet kam man 1997 durch Firmenmitgruender Jonny Johansson, der 100 Jeans mit roten Nähten als Geschenk für Familie, Freunde und Kunden entwarf. Mehrere Boutiquen fragten nach dem Hersteller - und der Rest ist Firmengeschichte. Inzwischen macht das Unternehmen rund 15 Millionen Euro Umsatz im Jahr, und die Denim-Linien tragen einen Großteil dazu bei. Auch der Name hat sich etabliert - angeblich assoziieren Jugendliche in Stockholm «Acne» inzwischen zuerst mit Jeans und dann mit Pickeln.

kitchener

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